Der Balaton, wunderbarer Plattensee! Der Urlaub sollte einer der Schönsten werden, die ich und meine Familie je hatten. Wir hatten lange gespart für die Reise dorthin. Der Wohnwagen war gepackt, die Kind und Kegel im Wagen untergebracht. Es konnte also losgehen. Die Fahrt dorthin war recht strapaziös, da man ja nur maximal 80 Km/h auf der Autobahn wegen des Wohnanhängers fahren darf. Aber was lange währt, wird endlich gut. Am Plattensee angekommen suchten wir zunächst unseren bevorzugten Campingplatz, den wir auch recht schnell fanden, da die Beschilderung hier zu meinem Erstaunen recht übersichtlich und gut war. Als wir dort ankamen, gingen wir in die Rezeption hinein um uns anzumelden. Der Portier wünschte uns einen angenehmen Aufenthalt. Ich war erstaunt, dass sein Deutsch recht gut war. Das läge wohl an den vielen deutschen Touristen hier antwortete meine Frau. Als nächstes suchten wir uns einen netten schattigen Stellplatz. Nach ungefähr 10 Minuten des Suchens fanden wir eine geeignete Stelle in einer kleinen Gruppe von Kieferbäumen. Die Kinder sprangen aus dem Auto und rannten freudig zum Strand hinunter. Wie es immer so üblich ist, blieb die Arbeit natürlich wieder an den Eltern hängen. Das störte uns aber nicht weiter, die Hauptsache aber war, dass die Kinder ihren Spaß hatten und einen tollen Urlaub genießen konnten. Wir hatten natürlich auch Erholung, da die Kinder ja eh die meiste Zeit des Tages am Strand waren. So konnten wir uns richtig schön vom Alltag erholen. Nach einer Stunde waren das Vorzelt und die sonstigen Gegenstände aus dem Wohnwagen aufgestellt.
Wir hatten jetzt 14 Tage Sonne, Sand und See vor uns. Erholung pur, denn in Deutschland war der Sommer mal wieder verregnet und hundskalt. Nach einer kurzen Phase des Bemittleidens der Daheimgebliebenen öffneten wir uns ein schönes kaltes Bier und stießen auf den Urlaub an. Die ersten paar Tage verliefen eher ruhig, man sonnte sich und versuchte sich zunächst an die doch für deutsche Gemüter wirklich hohen Temperaturen zu gewöhnen. 36 Grad im Schatten waren anfangs noch etwas anstrengend für mich, aber nach 3-4 Tagen hatte ich mich daran gewöhnt. Am Abend des vieren Tages gingen wir in ein nettes kleines Restaurant in einem nahe gelegenen Ort. Nachdem ich die Speisekarte angeschaut hatte, war ich unglaublich überrascht über die doch sehr niedrigen Preise hier. Verglichen mit den Preisen in Deutschland könnte selbst ein bei uns Geringverdienender hier leben wie ein guthabender Mensch. Die Reise würde sich finanziell auf jeden Fall lohnen dachte ich mir.
Am Tag darauf war das Wetter nicht so schön, es regnete etwas. Dieser Regen sorgte aber für eine nette Abkühlung für zwischendurch, da es am folgenden Tag wieder sehr heiß und sonnig wurde. Dummerweise fing ich mir an diesem Tag einen Sonnenbrand ein. Zum Glück war er nicht so schlimm, da wir spezielle Sonnencreme mit hatten.
Das Wasser vom See war herrlich, es war nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm, also genau die richtige Temperatur zum Abkühlen und lange im Wasser bleiben. Die Kinder hatten ihre Schwimmreifen und aufblasbaren Gummiboote dabei und planschten vergnügt den lieben langen Tag im Wasser herum.
Aber leider geht ja bekanntlich auch der schönste Urlaub mal zu ende und wir packten nach 14 Tagen unsere Sachen wieder ein und machten uns auf den Heimweg. Braungebrannt und gut erholt kamen wir in unserem, wie nicht anders zu erwarten war, verregneten Wohnort an. Unser Nachbar kam heraus und fragte uns, wie der Urlaub denn gewesen sei. Nachdem wir ihm ein paar Kleinigkeiten erzählt hatten, machten wir uns daran, die Sachen ins Haus zu räumen. Am Abend dann fielen alle in einen tiefen Schlaf.