Das Matterhorn. Endlich war ich dort angekommen. Viele Geschichten hatte ich schon davon gehört, aber es war noch majestätischer, als es auf den mir bekannten Bildern ausgesehen hatte. Eines der Wahrzeichen der Schweiz ragt in den Waliser Alpen empor und wenn man diesen Anblick sieht, kann man gut verstehen, warum Naturvölker Berge oft als den Sitz von Göttern bezeichnen. Aber in unserer heutigen Zeit sind wir nicht zum Beten hergekommen, sondern als Touristen. Nun hatte ich im Laufe der Zeit schon einige Sehenswürdigkeiten in diesem schönen Land gesehen. So war ich letztes Jahr beispielsweise am oft sprichwörtlich zitierten „Rheinfall von Schaffhausen“, was ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel ist. Aber zurück zum Matterhorn. Viele Bergsteiger haben sich schon an diesem Naturwunder versucht, einige haben ihn bezwungen, andere scheiterten. Unsere Reisegruppe jedoch beschränkt sich auf das Anschauen des Gigants. Besonders schön ist dieser Berg anzusehen, wenn man ihn im Sommer aufsucht. Dann ist der Fuß des Berges mit einem satten Grün der Wiesen bedeckt und oben thront der schneebedeckte Gipfel darüber.
Aber auch der Vierwaldstätter See ist eine Reise wert. Eine wunderbare, üppige und grüne Landschaft erstreckt sich entlang des Sees. Idyllische kleine Dörfer liegen rund um den See. Für die Entspannung ideal. Wandern rund um den See ist auf einer Vielzahl von Wegen möglich. Es gibt eine herrliche Natur zu entdecken, Flora sowie Fauna sind großartig.
Aber natürlich gibt es auch für den etwas weniger an der Natur interessierten Touristen einiges zu entdecken. In Zürich beispielsweise war ich einmal von einem dort wohnenden Freund eingeladen worden, an seinem Junggesellenabschied teilzunehmen. Dort gibt es vor allem in der Züricher Altstadt einige Bars und Pubs, die eine Vielzahl von verschiedenen Musikrichtungen und Vergnügungen anbieten. Die Kneipentour, die wir damals machten, war großartig. Die paar Tage, die ich bei dem Freund war, entschädigten die doch recht lange Anreise von knapp 450Km. Damals fuhr ich noch mit meinem eigenen Auto dort hin, was ich heute wegen der hohen Benzinpreise auch leider nicht mehr machen könnte.
Die Seen in der Schweiz übten schon immer einen speziellen Reiz auf mich aus. So war ich unter anderem auch am Genfer See. Damals bin ich dort noch mit einem angehängten Wohnwagen auf mehreren Campingplätzen gewesen und kann nur sagen, dass es auch dort sehr toll war. Da ich eher der naturverbundene Typ bin, liegen mir Camping- oder Wanderurlaube mehr. Urlaub in einem Hotel ist für mich nur in ganz speziellen Fällen eine Option. So darf das Hotel zum Beispiel nicht eines dieser Pauschaltouristik Bunker sein. Besonders toll fand ich ein so genanntes Heu Hotel in der Schweiz im Kanton Graubünden. Hier war man sozusagen direkt am Puls der Natur, da dieses Hotel direkt an einem Wald lag, der an eine Gebirgskette angrenzte.
Wie gesagt, Pauschalreisen sind nichts für mich. Das überlasse ich lieber den anderen. Aber so viele Angebote für solche Reisen gibt es für die Schweiz zum Glück nicht.
Aber ich schweife ab. Wie dem auch sei, unsere kleine Bergtour am Matterhorn war definitiv ein voller Erfolg, zumal das Wetter traumhaft war. Das war wieder mal ein Urlaub nach meinem Geschmack.