Eigentlich wollten wir nach Bulgarien..aber dann haben wir uns gesagt wir sollten mal auch nach Rumänien unseren Urlaub und eine schöne Zeit verbringen. So kamen wir auf die rumänische Schwarzmeerküste. Der Katalog eines namhaften Anbieters bot uns ein Hotel mit der von uns favorisierten Strandnähe in Eforie Nord an. Dieser, von dem ich bis dahin noch nie gehört habe, liegt nicht weit von der Hafenstadt Constanta. Die weiteren Angaben zum gewählten Hotel entsprachen unseren Vorstellungen und der Preis erschien angemessen. So buchten wir für die Zeit vom 15.7. – 22.8 ein Doppelzimmer mit Meerblick. Der kurze Flug von München aus verging schnell. Gleich am Flughafen haben wir vorsichtshalber gleich 100 Euro gewechselt. Schnell waren wir Millionäre.. und hatten 3.500.000 LEI erhalten, der schlechteste Tausch des Urlaubs, wie sich später herausstellte. Im Minibus erhielten wir ein Prospekt mit zu buchenden Ausflügen und dann ging es zunächst nach Constanta.
Nach Ankunft im erst vor zwei Jahren umgebauten Hotel bezogen wir ein Zweibettzimmer mit Balkon in der vierten Etage. Durch die uns bisher nicht bekannte Architektur haben alle Zimmer, wie im Katalog versprochen, wirklich Meerblick. Meine Frau, die bezüglich der Zimmer und deren Sauberkeit sehr anspruchsvoll ist, schloss ihre Inspektion mit zufriedener Mine ab – und das ist ein Kompliment für das Haus.
Nach der ersten, angenehmen Nacht nahmen wir entsprechend unserer Buchung zwischen 7 und 10 Uhr das Frühstück ein. Das Angebot war gut und reichlich. Nun holten wir kostenlos je ein Badehandtuch für die Strandnutzung und suchten den 5 Minuten Fußmarsch entfernt liegenden, als hoteleigen angegebenen Strand auf. Als Hotelgast bekommt man Plastikliegen und Aufleger kostenlos, vorausgesetzt man ist, vor allem an den Wochenenden, vor 10 Uhr da. Danach werden die freien Liegen an Interessenten vermietet. Nach unseren Feststellungen waren das überwiegend Einheimische, aber Urlauber aus Ländern wie Ungarn, Belgien, Polen oder Russland waren auch da. Am Strand herrschte emsiges Treiben. Deutsch versteht man nicht, mit englisch kommt man etwas weiter. Man erkannte uns nicht gleich als Ausländer, sprach uns manchmal rumänisch an. Dann merkten wir schnell, hier sind wir zwar die Exoten aber man erkennt uns nicht gleich als solche. Das nur allmählich tiefer werdende Wasser mit sandigem Grund erübrigt Badeschuhe und ist auch für Kinder geeignet. Kleine, auch in Ufernähe vorhandene Fischwärme zeugen von der Sauberkeit des Wassers. Am Meer war aber auch ein eingezäunter und bewachter Privathafen für kleine Yachten mit einem Hubschrauberlandeplatz zu sehen. Die moderne Zeit hat auch in Rumänien Einzug gehalten. Das ist nicht nur an der Musik, Getränken wie Cola, Cocktails usw. erkennbar. Handys modernster Art sind allgegenwärtig, hängen an jedem dritten Hals oder Gürtel und klingeln manchmal im Minutentakt. Eines muss ich noch dazu sagen..die rumänischen Frauen sind schöne Frauen und nicht nur das, sie sind auch sehr freundlich und selbstbewusst. Alles muss ich ehrlich sagen ist gut gelaufen, die 6 Tagen waren fast zu wenig um das alles ordentlich zu genießen.
Wie alle Urlaubsreisen ging auch diese einmal zu ende. Die Abholung und Fahrt auf den Flughafen klappte reibungslos. Nach problemlosem Flug, etwas harter Landung und etwas angenehmeren Temperaturen hatte uns die Heimat wieder. Fragen von Bekannten und Freunden, ob so eine Reise zu empfehlen sei, können wir zu 100% empfehlen. Die kurze Reisezeit, die Schönwettergarantie mit dem warmen Wasser des Meeres, lange, breite Sandstrände und freundliche Menschen prädestinieren die rumänische Schwarzmeerküste für den Badeurlaub. Aber auch das Land hält viel zu entdecken noch bereit...