Ijsselmeer, das Ausflugsziel in den Niederlanden

Wer Segeltörns mag und in der Nähe der Niederlande wohnt, der sollte unbedingt mal das Ijsselmeer als Ausflugsziel für den Urlaub oder ein langes Wochenende ins Auge fassen. Wer kein eigenes Segelschiff besitzt, der kann zum Beispiel auch eine Unterbringung auf einem der typischen Plattboote buchen, die man häufig auf diesem niederländischen Binnensee antrifft.

In den Häfen der kleinen Gemeinden und Städte wie Enkhuizen, Stavoren oder Lelystad kann man an schönen Sommerabenden die frische Seeluft bei einem ausgedehnten Spaziergang oder einem kühlen Bier in einer Kneipe genießen. Seit Einführung eines umfassenden Rauchverbots in 2008 für Restaurants, Bars und Cafés bleiben die gastronomischen Betriebe an solchen Abenden erstaunlich leer, so dass man meistens in aller Ruhe noch einen Platz finden kann.

Zu den schönsten Erlebnissen einer Segelfahrt zählen selbstverständlich auch die Sonnenuntergänge auf offener See. Überall auf den Wellen tanzen dann kleine, glitzernde Lichter. Wann könnte man besser abschalten und Beruf und Alltag vergessen als in solchen Momenten?

Natürlich gibt es auch Momente auf See, die man nicht in guter Erinnerung behält. An heißen, windstillen Tagen auf dem Ijsselmeer kann es passieren, dass man sich von jetzt auf gleich in einer Heerschar von Fliegen wiederfindet. Die lästigen Insekten scheinen das Schiff kapern zu wollen und verteilen sich in allen Ecken und Winkeln. Erst wenn der Wind wieder zunimmt, wird man die lästigen Plagegeister wieder los. Unangenehm kann es auch werden, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt. Bei starkem Regen uns Wind kann es sehr kalt und ungemütlich werden. Wer keinen belastbaren Magen hat, sollte sich schnellsten an die Reling begeben oder nach dem nächsten Eimer Ausschau halten.

Teile des Ijsselmeers sind der Einpolderung zwecks Neulandgewinnung zum Opfer gefallen. Etwa zwei Fünftel der gesamten Landmassen Hollands sind Polder. Derzeit besteht das Land aus zwölf Provinzen, in denen etwa 16 Millionen Einwohner leben. Das Staatssystem ist eine parlamentarische Monarchie. Interessant ist, dass die Niederlande trotz der relativ geringen Größe als weltweit drittgrößter Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse gelten. Zu den bekanntesten Produkten zählen Gouda und anderer Käse, Schnittblumen wie zum Beispiel Tulpen und diverse Gemüsesorten.

Wer Gelegenheit hat und sich für das Land interessiert, der sollte sich neben dem Ijsselmeer auch andere Orte und Sehenswürdigkeiten ansehen. Im Rijksmuseum in Amsterdam – einem der renommiertesten Kunstmuseen – findet man zum Beispiel Werke von bekannten Künstlern wie Rembrandt oder Jan Vermeer. Werke des wohl berühmtesten, niederländischen Malers Vincent van Gogh sind übrigens in einem eigenen Museum in Amsterdam ausgestellt. Sehenswert sind auch die 19 Windmühlen von Kinderdijk, die ursprünglich für die Bodenentwässerung gebaut wurden oder Städte wie Groningen oder Haarlem, in dem man die unter dem Namen „Grachten“ bekannten Wasserwege besichtigen kann, die sich mitten durch diese Städte ziehen.

Abschließend sei noch etwas zur niederländischen Küche gesagt: Außergewöhnliche, kulinarische Genüsse darf man hier nicht erwarten. Im Grunde gleicht sie im Wesentlichen der deutschen Küche. Allerdings sollte man auf jeden Fall mal Frieten bzw. Patat probieren. So werden die Pommes Frites in den Niederlanden genannt, und sie gehören zu den leckersten der Welt. Am besten bestellt man sie direkt mit Mayonnaise und einer Fleischrolle, die Frikandel genannt wird – einfach köstlich!

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