Zu Beginn meines Urlaubs in Frankreich ging es erst einmal an die Grenze zu Belgien. In Lille, so der Name der Stadt der vor allem von ihrer Industrie lebt, übernachteten wir in einem kleinen aber feinen Hotel. Über dieses Hotel ließ ich mich zuvor in unserem örtlichen Reisebüro beraten. Eine gute Empfehlung! In Jeumont, ein kleiner Ort in der Nähe von Lille besuchte ich einen Freund aus Zeiten eines Schüleraustausches.
Die Sprache war schon ein kleines Problem, da ich in der Schule im Französisch-Unterricht immer mittelmäßig war. Franzosen können natürlich kein Deutsch und mögen Deutsche auch nicht besonders. Sie meinen ihre Fußball-Nationalmannschaft wäre besser als unsere DFB-Kicker.
Mein französischer Kumpel baut sich selbst Flugzeuge aus Holz und weiteren Materialien zusammen. Ein kleiner Motor sorgt dann dafür, dass das Modell dann auch wirklich flugtüchtig ist. Woher er die Materialien hatte weiß ich nicht mehr so genau, vermutlich aus einem Baumarkt.
Supermarkt, Bäckerei und andere Geschäfte unterscheiden sich höchstens im Namen der Produkte und der Lokale, ansonsten ist insbesondere durch den Euro alles genau wie in Deutschland.
Straßen und Häuser sind anders als im Ruhrgebiet. Während die Qualität eines Hauses meist besser ist (die Miete bzw. der Preis für den Kauf eines Hauses in Jeumont ist niedrig), ist die Qualität der Straße in Nordfrankreich oft schlecht. Ein Schul-Bus in dieser Gegend ist in unglaublichem schlechtem Zustand – einfach alt und kaputt.
Man sollte im Restaurant oder in der Gaststätte übrigens nie einen Crêpe mit Karamell essen. Es schmeckt unfassbar schlecht, und man darf danach aufgrund eines großen Dursts sehr viel Wasser und andere Getränke bestellen.
Wir machten auch einen Abstecher in einen Freizeitpark. Da es ein Wochentag war, keine Ferien und obendrein bewölktes Wetter waren hier nicht sehr viele Personen anwesend und man konnte sehr zügig die Fahrgeschäfte und andere Attraktionen nutzen.
Um in Frankreich selbst aber etwas zu erleben muss man schon nach Paris fahren, und dort die Kirche von Montmatre, den Eiffelturm oder den Triumphbogen besichtigen. Die Champs-Elysee ist zum Einkaufen geeignet, hier ist es aber sehr teuer. Es laufen hier natürlich sehr viele Touristen herum, Personen aus Amerika und aus Japan mit den kleinen Kameras sind leicht auszumachen. Ein Getränk oder eine kleine Pizza am Eiffelturm ist unglaublich teuer, für eine Cola-Dose zahlt man satte 7€. Bettelnde Kinder sind an diesem Ort ziemlich dreist, klettern auf deinen Schoss und reißen dir die Esswaren aus der Hand. Oben auf dem Eiffelturm selbst kann man dann die gesamte Stadt überblicken.
Natürlich besuchte man in Paris auch die weltweit gängigen Schnell-Restaurants und Cafés.
Alles in allem war es ein schöner Urlaub, mit allerdings mäßigem Wetter. Könnte man also ruhig noch mal genauso buchen!