Urlaub in Finnland, dem Land der tausend Seen

Ich hatte eine lange Zeit für diesen Urlaub gespart und endlich war die Zeit gekommen. Ich konnte endlich meinen lang ersehnten Wunsch erfüllen. Eine Reise nach Finnland, dem Land der tausend Seen. Und das Ganze mit meinem Schatz und dann auch noch vier Wochen! Wir freuten uns riesig darauf. Also die Sachen gepackt und mit dem Flugzeug nach Helsinki. Dort angekommen mieteten wir uns wie geplant ein geräumiges Wohnmobil mit dem wir das Land erkunden wollten. Als nächstes fuhren wir zu einem nahe gelegenen Supermarkt, um dort die nötigen Lebensmittel und Reiseutensilien zu kaufen. Als dies erledigt war, machten wir uns auf den Weg. Da Finnland recht dünn besiedelt ist, kann man hier sehr viel unberührter Natur sehen. Wir hatten uns natürlich vorher eine Reiseroute ausgesucht. Diese führte zu Beginn nördlich von der Hauptstadt Helsinki weg. Wir hatten uns extra eine schneearme Jahreszeit dafür ausgesucht, da es dort im Winter sehr schnell unangenehm kalt werden kann. Wir fuhren auf einer gut ausgebauten Straße, als meine Freundin plötzlich rief, dass ich kurz anhalten solle. Der Elch, der am Straßenrand stand, war riesig. Er glotzte uns scheinbar überrascht an. Ich nahm die Digitalkamera und machte einige Aufnahmen. Den Elch schien das alles nicht sonderlich zu interessieren, also drehte er uns den Rücken zu und trottete wieder in Richtung Wald zurück. Bis auf die atemberaubende Landschaft gab es an diesem Tag keine großartigen Vorkommnisse. Wir kamen in der Stadt Lahti an, wo wir uns für zwei Tage an dem See niederließen. An einen kurzen Badespaß war nicht zu denken, da das Wasser wirklich eisig war. Leider musste ich dennoch die Kälte spüren, da ich dummerweise auf einer moosigen Holzplanke beim angeln auf einem Steg ausrutschte und elegant ins Wasser fiel. Nach einem kurzen Schrecken sah meine Freundin aber, dass es mir im Prinzip gut ging und sie fing laut an zu lachen. Zum Glück aber war das Wohnmobil wirklich gut ausgestattet und verfügte über eine kleine Duschzelle mit einem Warmwassergerät. So konnte ich mich dort schnell von meinem frostigen Abenteuer erholen.

Wir frischten unsere Vorräte in der Stadt auf und fuhren in Richtung Nordwesten weiter. Die Stadt Tampere war unser nächstes Ziel. Sie lag ungefähr 250 Kilometer entfernt. Wir brauchten aber für diese Strecke knappe 4 Tage, da wir hin und wieder anhielten um die Natur zu genießen. Am Straßenrand standen hin und wieder Schilder, die auf diverse Sehenswürdigkeiten hinwiesen. Natürlich sahen wir uns diese dann auch an. Hin und wieder begegneten wir Elchen, mal alleine mal als Herde. Angesichts der mehr oder weniger die Gefahr nicht erkennenden Tiere wenn sie sich auf die Straßen hier begeben, kann man sich gut vorstellen dass es häufig zu Unfällen mit ihnen kommt. Der berühmte „Elchtest“ hat ja auch hier seinen Ursprung. Als wir Tampere erreicht hatten, suchten wir erst einmal eine Tankstelle. Ich tankte das Fahrzeug auf und putzte die Windschutzscheibe die nach der Fahrt durch das Land voller toter Insekten war welche hier zu dieser Jahreszeit sehr zahlreich vorhanden waren. Da die Reise knapp zur Hälfte rum war, beschlossen wir, wieder in Richtung Helsinki aufzubrechen. Natürlich in aller Ruhe und auf einer anderen Route. Nach sehr erholsamen Tagen kamen wir dann auch wieder in der Hauptstadt an, wo wir schweren Herzens unser inzwischen lieb gewonnenes Heim zurückgaben und uns in den Flieger Richtung Deutschland setzten. Das nächste Mal, wenn wir Finnland wieder bereisen, wird es sicherlich auch sehr spannend und erholsam gleichermaßen.

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